Online-Strategie und Umsetzung für den Einzelhandel: High-End Design & Shop-Integration

Challenge accepted: Ein traditioneller Einzelhändler möchte online Produkte verkaufen, aber keinen großen Online-Shop betreiben. Wichtiger sind Kommunikation, UX-Design & Redaktion. Technisch anspruchsvoll ist’s bei der Anbindung an die WaWi aber auch. Mission accomplished!

Sepp

Letztes Update: 7.5.2026

Ausgangslage

Das Traditionshaus Schreiner Regensburg ist kein gewöhnlicher Einzelhandelsladen. Der Concept Store in der Regensburger Altstadt steht für sorgfältig kuratiertes Wohndesign, hochwertige Materialien und ein Einkaufserlebnis, das man üblicherweise nur in Großstädten findet. Genau dieser Anspruch musste sich auch digital widerspiegeln mit einem neuen Webauftritt. Die Website soll mehr leisten als "nur" repräsentieren: Ausgewählte Produkte und Gutscheine verkaufen online verkaufen, eine Verbindung der digitalen Welt direkt in die Abteilung im Store und natürlich mehr Online-Sichtbarkeit. Der Kunde möchte bewusst keinen großen Online-Shop mit 500 Produktkategorien. Das Ziel ist daher: Eine High-End Website mit integriertem Online-Shop.

Die Herausforderung war damit klar formuliert:

  • Eine Website, die das Niveau und die zeitlose Ästhetik des Stores eins zu eins ins Digitale überträgt
  • Ein vollwertiger Online-Shop, ohne dass Besucher:innen das Gefühl haben, die Website zu verlassen oder auf eine zweite Domain zu wechseln
  • Eine Gutscheinlösung, die so unkompliziert ist wie eine Postkarte – und an der Ladenkasse trotzdem zuverlässig funktioniert
  • Keine Medienbrüche zwischen Online-Shop und Warenwirtschaftssystem im Backoffice

Unser Ansatz

1. Zeitloses Design, das den Store widerspiegelt

Der Schreiner Store lebt von Materialien, Licht und Ruhe – das durfte die Website nicht überlagern. Wir haben sehr gute Fotos für das Projekt bekommen und daher auf ein reduziertes Layout, großzügige Weißräume und eine bewusst typografisch geführte Bildsprache gesetzt. Produkte und Räume bekommen Bühne, ohne dass Effekte oder Animationen davon ablenken. Vielmehr heben sie die Fotos des Stores hervor.

Das Ergebnis ist ein Design, das in fünf Jahren genauso aktuell wirken soll wie heute. Genau das passt zum Sortiment: Silberbesteck und Wohnaccessoires, die nicht für eine Saison gedacht sind, sondern für Generationen.

2. Eine Menüführung, die auf jedem Gerät funktioniert

Klassische Mega-Menüs scheitern auf dem Smartphone, klassische Burger-Menüs auf großen Displays. Wir haben deshalb eine eigene Navigations-Logik entwickelt, die sich responsive verhält, ohne ihre Struktur zu verlieren:

  • Auf großen Endgeräten öffnet sich die Navigation als ruhige, klar gegliederte Übersicht – kategorial, mit visuellen Ankern
  • Auf kleinen Endgeräten wird daraus eine fokussierte, scrollbare Auswahl, die mit einer Hand bedienbar bleibt
  • Shop-Kategorien, Store-Inhalte und Service-Seiten sind in derselben Logik verankert – Besucher:innen müssen nie umdenken

Das Ergebnis: Eine Menüführung, die nicht auffällt, weil sie einfach passt. Genau so soll Navigation sein.

3. Shopify-Shop nahtlos in Webflow integriert

Der wichtigste technische Hebel: Der neue Highlight-Shop von Schreiner Regensburg ist direkt in die Webflow-Website integriert. Produkte werden vom Team autark in Shopify verwaltet und automatisch mit dem Webflow CMS synchronisiert. Für die Besucher:innen der Website gibt es beim Besuch des Shops kein zweites Layout, kein Bruch der Customer Journey.

  • Produktseiten, Warenkorb und Checkout sind visuell und funktional Teil von schreiner-regensburg.de
  • Shopify übernimmt im Hintergrund Inventar, Bezahlung und Steuerlogik – also genau das, wofür Shopify gebaut ist
  • Webflow bleibt die Bühne für Marke, Story und Content – also genau das, wofür Webflow gebaut ist

Für Endkund:innen fühlt sich das an wie ein einziger, durchgängiger Shop. Technisch sind es zwei Best-of-Breed-Systeme, die sauber miteinander sprechen.

4. Digitale Gutscheine zum Selbstausdrucken

Gutscheine sind im Einzelhandel ein erstaunlich heikles Produkt: Sie müssen schnell zu kaufen sein, gut aussehen, sofort verschenkbar sein – und an der Ladenkasse zweifelsfrei eingelöst werden können.

Unsere Lösung:

  • Gutscheine werden direkt im integrierten Shop bestellt – als reguläres Produkt mit individuell wählbarem Wert.
  • Nach dem Kauf erhalten Käufer:innen ein druckfertiges PDF, das sie zuhause selbst ausdrucken können – mit eindeutigem Code und im Look des Stores.
  • Kein Versand, keine Wartezeit, kein Plastikkärtchen – ideal als Last-Minute-Geschenk

5. Anbindung an die Warenwirtschaft – damit es im Laden klappt

Der entscheidende Schritt, den viele Shop-Lösungen weglassen: Wir haben den kompletten Shop inklusive der Gutscheine an das Warenwirtschaftssystem von Schreiner Regensburg angebunden.

Konkret heißt das:

  • Bestellungen aus dem Online-Shop landen automatisch im WaWi – ohne manuelles Übertragen
  • Bestände sind synchronisiert – online verkaufte Produkte verschwinden zuverlässig aus dem Bestand
  • Gutscheincodes sind im Kassensystem bekannt – an der Ladenkasse wird der Code gescannt oder eingegeben, der Wert zieht sich korrekt vom Einkauf ab und wird im WaWi sauber verbucht
  • Keine Medienbrüche, keine Excel-Listen, kein „Moment, ich rufe kurz im Büro an"-Prozess an der Kasse

Für das Team im Laden bedeutet das: Online und Offline sind kein Gegensatz mehr, sondern ein einziger Prozess.

Umsetzung

Das Projekt lief in vier Phasen, die wir bei cloudfood typischerweise für E-Commerce-Projekte dieser Größe einsetzen:

  1. Strategie & Konzept – Sortimentsanalyse, Customer-Journey-Mapping, Entscheidung für Webflow + Shopify, Definition der WaWi-Schnittstelle
  2. Design – Moodboards, Typografie- und Farbsystem, Komponentenbibliothek in Webflow, Prototyp der Navigation
  3. Entwicklung & Integration – Webflow-Build, Shopify-Setup, Einbettung des Shops in die Webflow-Domain, Aufbau der Gutschein-Logik, Anbindung der Warenwirtschaft
  4. Launch & Schulung – Testkäufe, Probelauf an der Ladenkasse, Schulung des Teams, Go-Live

Besonders an Phase 3: Wir haben Shopify nicht „dazugeklebt", sondern als Service-Layer eingesetzt. Webflow steuert Marke und Inhalte, Shopify steuert Commerce, das WaWi steuert das operative Geschäft. Jedes System macht das, was es am besten kann – und wir orchestrieren das Zusammenspiel.

Ergebnis

Schreiner Regensburg hat heute:

  • Eine markenkonforme Website, die das Niveau des Stores digital verlängert
  • Einen integrierten Online-Shop, der sich nicht wie ein Fremdkörper anfühlt
  • Eine Gutscheinlösung, die online gekauft, zuhause ausgedruckt und im Laden eingelöst wird – ohne dass jemand im Team manuell etwas nachhalten muss
  • Eine synchronisierte Warenwirtschaft, die online und offline zu einem Bestand verschmilzt

Für Endkund:innen ist das Ergebnis unsichtbar – und genau das ist der Punkt. Sie merken nicht, wie viele Systeme im Hintergrund miteinander sprechen. Sie merken nur, dass alles funktioniert.

Autoren­meinung

„Wenn ein stationärer Store online verkaufen, aber keinen großen Online-Shop betreiben will, stellt sich die Frage: Soll der Webauftritt integriert und primär Website oder primär Online-Shop sein? Mit guten Systemen am Beispiel ausgedrückt: Nur Shopify? Shopify und Webflow getrennt? Oder Shopify in Webflow? Und wie kann man beide gut zusammenspielen lassen. Unsere Lösung: Webflow trägt die Marke, Shopify trägt die Transaktion – und die Warenwirtschaft entscheidet am Ende, ob das Ganze im Ladenalltag funktioniert oder zur stillen Belastung wird. Genau deshalb ist eine saubere WaWi-Anbindung für mich kein technisches Detail, sondern der eigentliche Kern jedes integrierten E-Commerce-Projekts. Und Gutscheine zum Selbstausdrucken? Der vielleicht unterschätzteste Hebel im Einzelhandel: schnelle Conversion, hohe Marge, kein Versand – und ein Geschenk, das in fünf Minuten fertig ist."

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